Unser Zweiwochentörn beginnt auf der Mokendeist. Da nur maximal acht Kojen vorhanden sind, müssen wir leider zwei Schüler auf die anderen Yachten verteilen, bei denen noch Platz ist. Glücklicherweise sind wir diesmal mit vier Yachten unterwegs. Eine Eltern-Crew mitsegelnder Schüler und Schülerinnen hat eine Bavaria 46 belegt.
Nach ein paar Tagen ist die SEA ANGEL repariert. Während die anderen drei Yachten ihre Tour fortsetzen, kehren wir nach Burgtiefe zurück und ziehen wieder um. Dann starten wir unsere Tour, begegnen den anderen Yachten erst wieder in der zweiten Törnwoche.
Ermüdet am Navigationstisch bei den Logbucheintragungen.
"Vereister" Norbert,
Co-Skipper bei Manfred
Leider gibt es kaum Fotos vom Törn.
Nach dem Zusammentreffen mit den anderen Yachten sind wir auf dem Rückweg über Klintholm nach Gedser. Dort erwischt uns eine Troglage mit drei Tage währenden stürmischen Winden, dazu viel Regen. Wir bleiben in Gedser und hoffen auf den vorhergesagten abflauenden Wind. Doch am Donnerstag müssen wir den Rückweg nach Burgtiefe bzw. Heiligenhafen antreten. Gegen Westwind, noch Stärke 7 Bft., bis zu 3 Meter hohen Wellen und starker Gegenströmung kommen wir nur im Zeitlupentempo vorwärts.
Sarah will uns Skippern die Fahrt erleichtern und steht viele Stunden lang am Ruder. Entsprechend kämpfe ich viele Stunden lang mit Seekrankheit. Erst als ich das Ruder übernehme, geht es mir langsam besser. Aber es ist tatsächlich das letzte Jahr, in dem ich seekrank werde. Nach 30 Jahren auf Segelyachten bin ich endlich dieses Übel los.
Abends um 20 Uhr sind wir immer noch weit von der Küste entfernt. Wir gehen sehr hoch an den Wind, so dass die Krängung nur noch gering ist. Mit Motorunterstützung segeln wir dann direkt auf die Südküste Fehmarn zu. Um Mitternacht sind wir endlich vor der Einfahrt nach Burgtiefe.
Alle Yachten sind wieder sicher im Hafen. Es war eine stürmische kalte Überfahrt, die bei günstigem Wind in fünf Stunden zu bewältigen ist. Fazit der Eltern-Crew: Kein unsicheres Gefühl, alles ging trotz des schlimmen Wetters gut. Aber für weitere Törns wäre ein wärmeres Segelrevier angesagt. - So werden wir mit einer erweiterten Elterncrew ab 2006 im Mittelmeer segeln.